Werkzeuglängensensor in WinPC-NC Economy

  • Hallo zusammen!


    Da ich es leid war/bin, nach jedem Fräserwechsel den Z-Nullpunkt neu zu definieren und nachdem der Versuch, die Fräser immer mit der gleichen Länge einzuspannen, auch nicht fruchtete, musste nun letztlich ein Werkzeuglängensensor her. WinPC-NC Economy bietet diese Funktion der Längenmessung und -kompensation ja mit an.


    Ich habe mir den 14mm-Taster von Roy geholt und mit einem D-Sub-Stecker versehen, um ihn an meiner Steuerung von BZT anschließen zu können. Heute abend habe ich dann versucht, den Längensensor einzubinden...


    ... und bin kläglich gescheitert... ;(


    Der Sensor selbst funktioniert, wie der Signaltest in WinPC-NC zeigt, aber wenn ich das Programm starte, die Referenzfahrt gemacht habe und dann in die Werkzeugauswahl gehe, Werkzeug 1 aktiviere und Vermessen wähle, fährt die Maschine zwar auf die eingegebene XYZ-Position des Tasters (z.B. hier X0, Y645, Z0), aber danach passiert nichts mehr...


    Wir bringe ich das Teil jetzt dazu, langsam runter zu fahren und den Fräser zu vermessen?


    Wer kann mir helfen? Welche Einstellungen muss ich vornehmen?


    Ich hab den Fräs-PC leider schon aus, kann aber sonst morgen nochmal Bilder von meinen Einstellungen liefern.


    Gruß


    Markus

  • Hallo Markus !


    Mach mal unter:
    Parameter - Maschine - Funktionen - Längenmessung und -kompensation
    einen Haken rein.


    Dann unter:
    Parameter - Maschine - Signale - I221-Taster -
    anklicken und LPT1 PIN10 eingeben und danach auf Uebernehmen duecken.


    Dann muesste es gehen....hoffe ich. :sleeping:

  • Hallo Udo!


    Die Längenmessung habe ich bereits aktiviert. Das war einer der wenigen Hinweise in der Anleitung...


    Warum Pin10? Bei mir ist "LPT1 Pin12 inv" ausgewählt. Im Signalpins Test reagiert er auch auf Betätigung:


    <--- Klicken für Animation


    Das Problem ist, dass er zum Vermessen nur zu den Koordinaten über den Taster läuft und dann nicht langsam auf den Taster fährt.


    Gruß


    Markus

  • Hallo zusammen!


    So, ich hab jetzt mal alle Parameter aus WinPC-NC Economy herausgesucht. Vielleicht findet ja jemand, was ich hier noch ändern muss!?


    Falls jemand auch sonst noch irgendwelche Unsinnigkeiten in den Einstellungen findet, würde ich mich über jeden Hinweis freuen.


    Gruß


    Markus

  • Hallo Markus !


    Was ich gerade sehe...
    Vielleicht schaltest Du mal unter MASCHINE - FUNKTIONEN den Taster(-schalter) aktiv !


    Dann wird bei Dir auch unter KOORDINATEN unten das graue Feld fuer das Tastermaß aktiv :!:
    Da solltest Du eintragen wie hoch Dein Taster ist. ( Herstellerangabe )


    Danach Programm ausschalten und wieder neu starten.
    So, nun sollte es aber funktionieren ! :thumbup:


    Die Belegung kannst Du handhaben wie die PINs frei sind.
    Sobald Dein SIGNALTEST positiv ist, ist der Taster auch funtkionstuechtig und richtig angeklemmt.
    ( Oeffner und Schliesser beachten, eventuell invertieren )

  • ...und noch etwas...


    Unter WERKZEUGE - LÄNGE solltest Du die Tasterposition eintragen.
    Ab der dort eingestellten Z-Hoehe faengt dann die Spindel an langsam auf den Druckpunkt
    zu fahren; also den Punkt einfach etwas hoeher einstellen als der Taster eigentlich ist.


    Probiere es besser mal mit mehreren Einstellungen vorsichtig aus. :whistling:

  • Hallo Udo!


    O.K. könnte ich ja mal machen... :D
    Bei dem Taster aktiv schalten dachte ich, damit wäre ein Taster gemeint, um z.B. die Oberfläche abzutasten... Deswegen dachte ich der Punkt darüber Längenmessung und -kompensation wäre für den Werkzeuglängensensor und dann ausreichend.


    Gem. Anleitung arbeitet der Taster als Schließer, denn die Lampe wechselt bei Betätigung des Schalters von schwarz auf rot. Öffner sind hier sicher seltener, oder? Auch wenn das vielleicht die sicherere Variante wäre.


    Unter Werkzeuge - Länge hatte ich die Tasterposition eingetragen, allerdings nur XY, da ich mir über Z noch nicht klar war, welchen Wert ich da nehme. Was ist da angebracht? Die Höhe der Spitze meines längsten Werkzeugs plus Sicherheitsabstand?


    Ist es dabei eigentlich egal, auf welcher Z-Höhe der Boden des Längensensor aufsitzt? Ich meine, wofür braucht die Steuerung sonst die exakte Höhe des Tasters?


    Danke schonmal für die Inputs! Werde mich gleich mal an die Maschine begeben und testen.


    Gruß


    Markus <--- DAU (Dümmster Anzunehmender User) ;(

  • Junge, Junge....
    ...das fragst Du alles einen CNC-Anfänger ? Du bist aber mutig ! :thumbup:


    Die Hoehe des Tasters benoetigt die Software fuer die Berechnung zum
    Maschinen-Nullpunkt, oder aber auch Werkstueck-Nullpunkt, je nachdem
    wo Du den WZ-Längensensor platzierst.


    Den Maschinen-Nullpunkt solltest Du also vorher anfahren und abspeichern;
    irgendwo habe ich auch mal eine Anleitung zur Nullpunktfindung im Internet
    gesehen. Die solltest Du Dir mal mit google suchen.


    Nach Ausfuehrung einer Werkzeuglaengen-Messung berechnet WinPC-NC
    dann automatisch alle relevanten Abstandsaenderungen fuer Dein neu
    eingesetztes Werkzeug.


    So habe ich das zumindest verstanden und wende es so erfolgreich an.


    Zumindest bist Du als DAU nun nicht mehr alleine und siehst, dass auch
    ein blindes Huhn ( hier DAU ) mal ein Korn finden kann ! :D

  • Hallo Udo!


    Schön, dass ich nicht allein bin... aber erträglicher macht das die Situation auch nicht unbedingt... :D


    Mutig? Naja, letztlich bin ich ja für jeden Hinweis hier dankbar, damit die Kiste endlich ans Laufen kommt, aber irgendwie hüpfe ich hier nur von einem Hindernis und Fettnäpfchen zum nächsten und wurschtel mich nur so durch.


    Zur Nullpunktgeschichte muss ich mir nochmal Gedanken machen. Ich dachte, ich hätte das sonst soweit alles geklärt - allerdings noch ohne Längensensor.


    So, ich habe jetzt folgende Änderungen gemacht:


    - Maschinen - Funktionen : Tasterblock aktiv geschaltet


    - Koordinaten - Maße : Tastermaß 39,60 mm


    - Werkzeug - Länge : Tasterposition X0 / Y645 / Z20


    (muss nachher dann noch Screenshots machen und oben austauschen, damit die Parameterliste für weitere Tipps aktuell bleibt)


    Aber was macht die Maschine jetzt!? Nach dem Klick auf Vermessen fährt sie wieder XY wieder auf Tasterposition, danach Z runter auf die 20 und sofort wieder hoch auf 0...


    Vom Ablauf her hab ich da aber grad eine Idee...


    Bin gleich wieder da... (sch... wenn der Fräs-PC doch reiner Fräs-PC ist...)


    Gruß


    Markus


    P.S. Aber andersrum... jeder Gang macht schlank! 8)

  • Yuppiiiie yupppiiiieeeee !!!


    :D Wir messen! Wir messen! Wir messen! :D:D:D8)


    Ich dachte, vielleicht "denkt" sie ja, wenn die Z20 angefahren sind, die Vermessung wäre schon fertig...


    Und so war es auch! Hab jetzt bei Maschine - Signale den I221 Taster auf LPT1 Pin 12 ohne Invertierung gelegt und passt. Beim Test der Signalpins sieht es zwar genauso aus wie vorher, aber das hat anscheinend nichts damit zu tun, was eingestellt ist, sondern nur wie es wirklich hardwaremäßig vorliegt!?


    Also war das auch vorher vielleicht schon mein eigentliches Problem!? Werde mal noch mit den vorhin gemachten Einstellungen experimentieren...


    So, jetzt wird aber erst mal eins (das kleinere, denn das andere läuft 5 Stunden!) der beiden Teile gefräst bzw. graviert, die vor 2 Tagen schon aus Aspire gefallen sind und sehnlichst darauf warten, zerspant zu werden...


    Gruß


    Markus <--- Stein vom Herzen und so...

  • Du siehst, viel von "wenig Ahnung" ( Du + ich ) gibt zusammen eventuell auch ein "Viel an Ahnung" !


    Soll heissen: Dein bischen Ahnung und meine bischen Ahnung zusammengepackt kann auch zu
    einem erfolgreichen Ergebnis fuehren.


    Poahhhhh sind wir guuuut ! :thumbup:

  • Hallo Udo!


    Doch... das Ergebnis zählt, oder? ;)


    Danke für deine Unterstützung! :thumbup:


    Endlich ist das erste Teil mit automatischer Längenmessung und -kompensation von der Fräse gefallen! :D


    Aber Auslöser für mein Problem war "nur" die Invertierung des Pin12 für den Taster. Gut, dass du da schonmal was erwähnt hast (Öffner, Schließer, etc.) - das hat mich auf die richtige Spur gebracht.


    Die Einstellungen:


    - Maschine - Funktionen : Tasterblock aktiv


    - Koordinaten - Maße : Tastermaß 39,60 mm


    habe ich übrigens wieder zurückgesetzt/deaktiviert, da diese wirklich für den Oberflächensensor gedacht sind, dessen Einsatz ich (zumindest derzeit noch) nicht geplant habe.


    Für die Längenmessung und -kompensation reicht dieser gleichnamige Punkt in Maschine - Funktionen. Die Höhe des Tasters ist dabei uninteressant, da ich ja hinterher eh sowieso mit dem vermessenen Werkzeug den Nullpunkt XYZ auf dem Werkstück definiere und speichere.


    Das Vermessen hat aber wieder eine neue Frage aufgeworfen, für die ich aber dann lieber einen neuen Thread starte.


    Gruß


    Markus <--- endlich mal einen erfolgreichen Tag hatte


  • Das wuerde ich als Laie jetzt doch mal wieder etwas anders sehen.


    Nur wenn die Software den Maschinen-Nullpunkt kennt, den Du eigentlich ja nur ein
    einziges mal anfahren und abspeichern musst, und Du dann noch die Hoehe des WZ-Laengensensors
    angibst, kann sie dir auch automatisch den Werkstueck-Nullpunkt nach jeder WZ-Laengenmessung
    berechnen, den Du mit dem WZ-Laengensensor direkt auf dem Werkstueck machst.


    Ein erneutes Anfahren eines Nullpunktes macht das dann unnoetig.
    Ich schaetze, genau dafuer soll das ja eigentlich auch sein.


    Aber ich will mich jetzt nicht zu weit aus dem Fenster lehnen mit meinem Halbwissen.
    Wo sind denn unsere Fachleute ?


    Lachen die sich hier nur ueber unser Unwissenheit kaputt ??? :pinch:

  • Hallo Udo!


    Wenn du mit dem Taster auf dem Werkstück vermisst, verwendest du ihn doch als Oberflächensensor und brauchst auch die Aktivierung "Tasterblock aktiv". Dann brauchst du natürlich die Höhe des Tasters, damit die Maschine weiß, wieviel darunter dein Werkstück-Null ist.


    Die Software kennt natürlich den Maschinen-Nullpunkt, denn von diesem ausgehend bildet sich das Koordinatensystem.


    Für die Längenvermessung deiner Werkzeuge ist es der Steuerung aber doch egal, wo sich dein Taster befindet. Sie hat 2 Werte zum Vergleichen: die Länge des ersten Werkzeuges beim Betätigen des Tasters und die Definition des Nullpunktes am Werkstück, den du sowieso vorm Programmstart (mit dem ersten Werkzeug) festlegst. Die Änderung in der Länge bei(m) folgenden Werkzeug(en) bewirkt automatisch ebenfalls die Verschiebung des Nullpunktes auf der Z-Achse am Werkstück.


    Gruß


    Markus

  • Hallo zusammen!


    Udo, dann haben wir vielleicht aneinander vorbei geredet!?


    Ob und wofür die beiden Varianten vielleicht jeweils wirklich in der Industrie gedacht waren/sind, können vielleicht die Profis hier genau sagen. Ich versuche es einfach mal so mit meinen eigenen Worten wieder zu geben, wie ich das Prinzip verstanden habe. Man verzeihe mir also die fehlenden oder falschen Fachbegriffe...


    Ich messe nicht auf dem Werkstück, sondern habe den Taster fest an einer Position (wie in den Parametern definiert: X0, Y645, Z20) und fahre nach dem Werkzeugwechsel (oder erstem Einlegen) dorthin zum Vermessen. Den Nullpunkt (Werkstück) lege ich einmalig mit dem ersten vermessenen Werkzeug (Ankratzmethode) vor Programmstart fest und speichere ihn ab. Die Höhe des Tasters ist dabei irrelevant. Mit der Längendifferenz nachfolgender Werkzeuge wird automatisch Werkstück-Z-Null neu berechnet.


    Warum willst du die Werkzeuglänge jedes mal auf dem Werkstück vermessen? Zum einen dürfte es schwer sein, durch den Taster hindurch wirklich den Mittelpunkt deiner Werkzeugspitze auf das Werkstück zu projizieren (für XY falls es mal genau sein muss), zum anderen stimmt doch evtl. die Werkstückhöhe z.B. doch nach einem ersten Schruppvorgang schon gar nicht mehr, so dass du auch Z nicht mehr verwerten kannst.


    Man muss hier zwischen 2 einzelnen Verfahren unterschieden. Das erste ist die Längenkompensation nach Werkzeugwechsel und das 2. ein Oberflächentasten zur Z-Nullpunktbestimmung auf dem Material, wenn dieses z.B. durch das "Ankratzen" mit dem Fräser nicht beschädigt werden soll. Hier fährt die Software dann auf den Taster und addiert die Tasterhöhe dazu, um Z-Null des Werkstücks zu bestimmen. Das Werkzeug dazu muss deshalb trotzdem an einer festen Stelle vermessen werden, damit auch die nachfolgenden Werkzeuge nach Wechsel wenigstens diesen einen Relationspunkt haben. Es ist also ein zusätzliches Verfahren.


    Der Maschinennullpunkt interessiert meiner Meinung nach bei beiden nicht, da das Werkstück ja auch in keinerlei definierten Relation dazu steht.


    Deshalb sind es 2 eigenständige Parameter, die man in Maschine - Funktionen aktivieren kann.


    Ich weiß, es ist spät, aber kann man verstehen, was ich geschrieben habe!? ?(


    Gruß


    Markus