CamBam und Spannpratzen

  • Hallo Doc,
    da musst Du schon mit etwas mehr Informationen herausrücken. Eine automatische Funktion gibt es dafür nicht, habe ich aber auch noch von keinem anderen Programm gehört.
    Den Platz für Spannpratzen auszusparen macht nur für das Planfräsen Sinn, dann werden mit einer Taschen-MOP diese Plätze als Inseln ausgespart.


    grüße

  • wie Ralf bereuts geschrieben hat, macht nur Sinn beim planfräsen


    Bei den anderen Fräsarbeiten der Werkstücke must du soviel Fleisch aussen rum haben, das du spannen kannst und trotzden nicht mit den Spannpratzen kollidierst bei den Aussenkonturen.

  • Hallo,


    also da macht schon Sinn eine Funktion zu haben, die dafür sorgt das die Spannelemente in den Wegen berücksichtigt werden. Ich meine so etwas auch schon in einem CAM gesehen zu haben.
    Wenn CAMBAM das nicht kann, würde ich die Spannpratzen schon im CAD einzeichnen und dann in CAMBAM dafür sorgen, dass keine Kollisionen entstehen.


    Gruß
    Wilfried

  • Sorry wilfried, aber eine solche Funktion gibt es in keiner Softeware.


    Brauchts auch gar nicht, da man zum spannen Fleich aussen rum hat um das Werkstück und man somit gar nicht mit dem Fräser in die Spannpratzen fahren kann, ist doch logisch oder ?


    Umkehrschluss: Wenn deine Spannpratzen innerhalb des Verfahrweges des Werkstückes liegen würden, die Software die Spannpratzen automatisch ausklammen würde ( müste sie optisch erkennen da sie ja immer an anderer Stelle sind), könntest nicht komplett ausfräsen !!! Auch logisch !!


    Das keine Kollision entsteht berücksichtigt man bereits bei der Auswahl der Materialgrösse um Werkstück und nicht erst in der CAM.
    Wen mein Material umlaufend 10 mm grösser ist als mein Werkstück haste genug Fleisch zum Spannen und es kollidiert nichts !

  • manche Cam Programme haben für so etwas Haltestege. Noch eine möglichkeit ist es, das Bauteil auf einer Opferhalterung zu montieren, die wiederum in einem Schraubstock oder auf der Arbeitsfläche festgespannt wird. Es gibt natürlich Cam Programme in denen man die Spannmittel mit einbeziehen kann.

  • Es gibt natürlich Cam Programme in denen man die Spannmittel


    Nie gehört!
    Wir sprechen nicht von Haltestegen, die CamBam selbstverständlich kann, sondern von der Aussparung der Spannpratzen.
    Es fängt schon mit der Platzierung der Spannpratzen an, ich weiß nicht wie das gehen soll.
    Werden die Plätze für die Positionierung der Spannpratzen irgendwie markiert?
    Abgesehen davon, da wo es Sinn machen würde, weil kein Materialzuschuss vorhanden ist, verwende ich eine Vakuumhalterung.


    @ Doc: Bitte lade eine CamBam Datei hoch, wo man sehen kann was Du möchtest. Zwischendurch kam mir der Gedanke Du sprichst von Sicherheitshöhe.


    grüße

  • Hallo,
    einfach mal hier unter News gucken: CondaCam
    oder mal Herrn Google fragen: Werkzeug - Halterkollisionskontrolle
    Und auch Dir, Ralf, kann ich nur sagen, dass es neben Portalfräsen auch andere Hobby-CNC-Fräsen gibt. Gucke mal über den Tellerrand hinaus. Spann mal ein Teil (Alu) 200 x100x100 mit Vakuum und fahre mit Deiner 2,2kW-Spindel mit 12-er Fräser drauflos was der Fräser hergibt oder noch besser auf einer BF46 ö.ä. Bin gespannt was da passiert.



    Es ist sicherlich kein Drama, wenn CAMBAM das nicht kann.
    Gruß
    Wilfried

  • Wenn CondaCam das kann ist das ja super, genau das richtig preiswerte Programm, kostet ja nur rund 600 Bucks, für den Hobbyisten


    Wilfried, auf einer Hobbyfräse wirste keinen Block 200 x 100 x100 spannen und dann mit 12 er Fräser Späne machen ? Wohlgemerkt ich rede von einer Hobbyportalfräse und nicht von BF 46 oder dergl.

  • Hallo Horst,
    [quote=Wilfried, auf einer Hobbyfräse wirste keinen Block 200 x 100 x100 spannen und dann mit 12 er Fräser Späne machen ? Wohlgemerkt ich rede von einer Hobbyportalfräse[/quote]
    Ich eben nicht nur, wie schon weiter vorn des Öfteren ausgeführt.
    Schön, das Du jetzt endlich sagst was Du meinst.
    Gruß
    Wilfried

  • Werkzeug - Halterkollisionskontrolle


    Hallo Wilfried,
    wenn Du mir googeln anrätst, dann lies doch bitte einfach auf der Condacam-Seite was gemeint ist.
    Eine Werkzeughalterkollisionskontrolle hat aber so gar nichts mit den Spannmitteln zu tun.
    Dabei geht es um die Definition des Werkzeughalters und des Werkzeuges und die Kollisionskontrolle verhindert das der Werkzeughalter mit dem Werkstück kollidiert.
    Zitat von der Condacam Seite: Die neue Simulation ermöglicht nun neben den Kollisionsprüfungen wie:- „Kollision bei Eilgang“, „Kollision durch unzulässiges Spanvolumen“ nun eine weitere Kollisionskontrolle für den Werkzeughalter( mit dem Abtragsmodell /Rohteil ). Die Werkzeughalter können durch beliebige Profilkonturen der Werkzeughalter-Bibliothek hinzugefügt werden.


    Das Ganze geschieht dort auch nur in der Simulation. Ist der Fehler der zur Kollision führt im Programm, dann macht Condacam da auch nichts dran und es knallt.


    Ich habe CAM Soft gefunden, die eine Spannmittelverwaltung beinhaltet, z.B. Coscom oder CAMWorks, in der Regel 5-Achs-Systeme, entschuldige aber wir sprechen bei CamBam über eine Software für 108 Euro, nicht über Expertensysteme.
    Solange die Spannmittel auf unseren Fräsen in Nutenplatten verankert sind und nicht auf definierten Plätzen befestigt sind, geht so etwas einfach nicht.
    Natürlich fallen mir auch für CamBam workarounds ein, wie man Spannmittel aus den Werkzeugwegen heraushalten kann, aber bis ich dann den präzisen Platz der Spannmittel auf meiner Nutenplatte ermittelt habe und alles so präzise platziert habe das so etwas Sinn macht, hab ich schon alles fertig gefräst.
    Ich brauche ja nur auf meine Frästeile an die Stelle wo die Spannpratzen sind kleine Klötzchen in CamBam platzieren und schon gehen die Werkzeugwege über die Sannmittel drüber, wenn sie halt auch dort platziert sind. Pech wenn sie nicht präzise dort sind.

    Zitat

    Spann mal ein Teil (Alu) 200 x100x100 mit Vakuum und fahre mit Deiner 2,2kW-Spindel mit 12-er Fräser drauflos was der Fräser hergibt


    Ich fräse kein Alu. Ich bin einmal in meinem Leben durch eine Aluspannpratze gefahren, das ging wie Butter.
    Letzte Woche habe ich kleine gegossene PMMA Blöcke geplant.Das Material ist wesentlich zäher als Alu. Die Oberfläche ist nach dem Gießen nie gerade und fällt zur Mitte hin ein.
    Die Blöcke hatten ein Maß von 100 x 150 x 40mm, geplant habe ich mit einem Zweischneider D=24mm, auf eine Höhe von 32 mm in zwei Zustellungen a 4mm, 10560 1/min, Vorschub 1800mm/min. Damit bin ich an der gefühlten Grenze was ich dem PMMA Block an Temperatur zumuten möchte, es geht bestimmt noch etwas schneller.
    Der FU zeigt dabei 2.1A an = 3 x 483 Watt = 1,449 KW
    Festgehalten habe ich die Blöcke mit Vakuum, ohne Probleme, mache ich immer so.
    Muss man halt eine ordentliche Vakuumpumpe haben.



    grüße

  • Hallo Ralf,
    mache lesen halt imer nur die Hälfte eine Softwarebeschreibung oder interpredieren das falsch so wie Wilfried. Kann ja mal vorkommen :whistling:


    Wie ich bereits geschrieben habe, wenn genug Fleisch da ist, dann gibt es keine Kollision und beim planen entweder Vacuum oder so stramm von 4 Seiten spannen, dann gibt es auch keine Kollision.


    Zudem haben die wenigsten Hobbyisten eine Spindel auf der Portalen mit der man 12 mm-Fräser spannen kann, wie Wilfried in seinen Beispiel aufführt.


    Und wenn ich mich mal schusselig anstelle, dann fräs ich halt die Spannpratze einfach ab, sind ja aus Holz :D

  • Da muß ich dem Ralf mal voll wieder sprechen!!! Alu ist viel zäher als Plexiglas. Sieht man ja schon bei deinen Vorschüben, Drehzahl und Fräserwahl. Eine Zugfestigkeit von ca.3000n/mm² gegenüber 70000 N/mm² bei Aluminium sagt doch schon alles.

    Die Rechnung geht ja mal so auch nicht auf. Wenn doch, hat mir der Händler keine 2 Kw Spindel verkauft, sondern eine 6 Kw Spindel. :thumbsup:

  • Hallo,
    es steht mir zwar nicht zu hier ein Resümee zu ziehen, da ich den Thread nicht gestartet habe. Aber ich habe die ganze Diskussion nun mal mit verantwortet. Deshalb von mir eine kleine Zusammenfassung.
    Ich möchte hier nicht weiter auf die Argumente bzgl. Durchfahren einer Alu-Spannpratze, Spannen mit Vakuum eingehen. Jeder weiß, dass das eine unendliche Geschichte wird.
    Vorab, es hat keiner die Absicht gehabt CamBam schlecht zu reden.
    So, ich fasse das nun alles einmal zusammen. Der Threadersteller hatte folgende Frage gestellt:

    Zitat

    Dazu brauchte ich das einbinden von Spannpratzen. Habe allerdings die Funktion noch nicht so richtig kapiert. Wie kann man die gezielt in CamBam einsetzen?


    Was haben wir nun gelernt?
    1. Cambam kann das nicht.
    2. CondaCam soll das gemäß Ralfs Recherche nicht können. Das lese ich nicht so klar aus dem genannten Zitat. Das macht aber nichts, da ich diese Software nicht habe. Siehe auch Pkt. 3
    3. Es gibt Software, die das kann (z.B. Coscom oder CAMWorks). Siehe Ralfs Recherche.
    4. Cambam darf das nicht können, da es nur 109,00 € kostet.
    5. Das man durch Alu-Spannpratzen wie Butter mit der Fräse fahren kann.
    6. Nach Ralfs letzten Post (12) hat nun der Horst auch wieder Oberwasser gewonnen. Leider begreift er immer noch nicht, dass es andere Werkstoffe als Holz gibt und auch nicht nur Portalfräsen gibt und das man zum Spannen auch Spannpratzen aus Alu und Stahl nehmen kann.
    7. Und so nebenbei konnten wir uns überzeugen, dass man doch mit einer Vakuumspannung recht beachtliche Spannkräfte erzeugen kann. Vorausgesetzt die Auflagefläche ist vollflächig und schön eben.


    Und nur mal so nebenbei, folgende Rechnung ist falsch:

    Zitat

    Der FU zeigt dabei 2.1A an = 3 x 483 Watt = 1,449 KW


    Richtig ist in etwa: P = U * I * √3
    und ganz korrekt: P = √3 * U * I * cos φ.
    Aber trotzem siehe Anmerkung zu Pkt. 7.
    Für mich ist das Thema nun abgeschlossen. Bis demnächst in einem anderen Thread.
    Gruß
    Wilfried

  • Liebe Leute,
    genau diese Diskussionen sind das weshalb ich mich aus den Foren mittlerweile ziemlich raushalte.
    Das hilft dem Doc überhaupt nicht weiter.
    Ich hab hier keine Lust auf irgendwelche Formeln für elektrische Berechnungen einzugehen. Aber Wilfried, Du hast sicher recht.
    2-stroke sollte seine Antworten nicht als Zitat formatieren, da bekommt man keinen Überblick. Das was ich mit Zähigkeit bezeichne hat nix mit Zugfestigkeit zu tun, sondern mit dem Pitch. PMMA federt beim Eintauchen der Schneide mehr zurück als Aluminium ( wobei mir jetzt wieder einer mit irgendwelchen Legierungen kommt oder mit Formeln) Das macht es schwieriger zu fräsen.
    Was die Umrechnung der Leistung angeht habe ich einen Umrechner auf irgendeiner Webseite verwendet. Der Fu zeigt die Stromstärke einer Fase an. Bei 240V und angezeigten 2.1A kommen tatsächlich 504 Watt pro Phase heraus, macht 1512 Watt Gesamtleistung. Ist mir aber egal, solange ich meine Spindel nicht überlaste. Deshalb setze ich die Geschwindigkeit runter wenn ich merklich über 2 A komme.
    Wilfried : Du hast sicher Recht, denn Du hast immer recht.
    Wenn Du aber von lernen sprichst, dann hast Du hier noch etwas.

    Zitat

    1. Cambam kann das nicht.

    CamBam kann es, aber nicht automatisch. Wenn man keine auf der Fräse fest platzierten Spannmittel hat, die in einer Datenbank festgehalten sind, gibt eine automatische Funktion keinen Sinn.


    Zitat

    2. CondaCam soll das gemäß Ralfs Recherche nicht können.

    Richtig, in Condacam kann man seinen Werkzeughalter zeichnen und der Werkzeughalter ist nun mal das Teil in dem das Werkzeug sitzt, nennen wir es Werkzeugaufnahme. Der Condacam Simulator prüft ob es Kollisionen zwischen Werkzeugaufnahme und Werkstück gibt.


    Zitat

    4. Cambam darf das nicht können, da es nur 109,00 € kostet.

    CamBam darf das können. Da aber die Zielgruppe nicht in dem Segment der über 3-Achsen Fräsen zu sehen ist, da es nur 3 Achsen kann und diese Klientel nun mal keine Kollisionen zwischen Werkzeugaufnahme und Werkstück zu befürchten hat wäre solch eine Funktion unsinnig.
    Aber es besteht die Möglichkeit seine Spannpratzen durch einfaches Ausklammern aus den Werkzeugwegen zu umfahren. Nicht automatisch, aber es geht.


    Zitat

    5. Das man durch Alu-Spannpratzen wie Butter mit der Fräse fahren kann.

    Jupp, hat mich auch gewundert wie gut die Oberfläche war :thumbsup:


    Ich komme mal zum Thema zurück:
    Doc, schick mir eine CamBam Datei wo Du die Spannpratzen ausgespart haben willst und die Angaben wie groß die Pratzen sind und wo sie sitzen. Dann zeige ich Dir wie es geht.
    Vorzugsweise im deutschen CamBam Forum, da wird eine Frage noch beantwortet ohne das sich jeder profilieren muss.


    grüße

  • Gibts hier lauter User, die nicht Kritik oder Lernfähig sind?


    War von mir mit Sicherheit nicht böse gemeint, aber jeder macht Fehler und die sollte man nicht unter den Teppich kehren.


    Klar zeigt der FU den Fasenstrom an, aber es sind nie alle 3 Fasen zur gleichen Zeit belastet. Bei niedriger Drehzahl zieht meine Spindel unbelastet mehr Strom, als (wie) bei mittleren Drehzahlen.

  • Gibts hier lauter User, die nicht Kritik oder Lernfähig sind?


    Leider nicht.
    Es wird in den meisten Fällen einfach nur gegen gehalten. Ob der jenige nun davon eine Ahnung hat, oder nicht. Das scheint egal zu sein.
    Hauptsache erstmal kontern.
    Von sachlichen Aussagen scheint man sich immer mehr zu distanzieren. Vernünftige Technologien sind schon lange nicht mehr in.
    Da heißt es nur noch volle Pulle bis die Rohre glühen.


    Wenn ich sowas lese, da denke ich eher an ein Schützenfest:


    " Also bei 200x100 würde ich mir mit nem 12er Fräser überhaupt keine Sorgen machen, da kannste volle Lotte durchballern"

  • Es fällt mir nur auf, das immer die selben beteiligt sind. Lasst jeden User hier die Changse seinen eigenen Erfahrungen zu machen. Alles was gesagt werdem musste /sollte ist wohl hinlänglich gesagt. Bitte denkt auch daran, das das geschriebene Wort anders interprätiert werden könnte als das gesprochene. Reagiert nicht gleich über!


    Ich will nicht das jeder Thread so lange strapaziert wird bis eigegriffen werden muß.


    red_cbr600f

    Ein Westfale im Schwarzwald!

    Das Wort "Vegetarier" kommt aus dem Indianischen und bedeutet: zu blöd zum jagen