Absätze beim Fräsen von Gravuren mit Vcarve Pro

  • Hallo,


    da ich ab und an mit einem Laserpunktfräser von Sorotec (http://www.sorotec.de/shop/Zer…BERFRAeSER/Gravurfraeser/) Schriften fräse, habe ich immer wieder das Problem, dass ich Absätze zwischen den einzelnen Tiefen habe, siehe Bilder. Der GCode wurde mit Vcarve Pro 8.5 erzeugt, wobei das Problem auch mit älteren Versionen aufgetreten ist. Zuerst dachte ich, dass die Z-Achse schief steht und dadurch diese Ansätze entstehen. Sehr schön könnt ihr das bei dem I-Punkt sehen, da taucht der Fräser nur ein und fährt nur auf die verschiedenen Tiefen. Die Maschine ist auch stabil genug den Druck in Z-Richtung aufzubringen und auf die richtige Tiefe zu fahren. Die Achse steht genau und die Absätze sind ringsherum sichtbar. Wer hat oder hatte ein ähnliches Problem? Kann es am Werkzeugweg liegen, das der zu Beginn der Zustellung nicht tief genug fährt? Allerdings traue ich Vectric schon zu, das ordentlich zu machen. Ich werde jetzt noch Versuche mit größeren Zustellungen machen und auch einen zweiten Durchgang mit voller Tiefe zu erstellen und damit praktisch einen Schlichtgang dazu zu machen.


    Gruß Klaus

  • Hallo,


    mein erster Tipp wäre, den Winkel in der Werkzeugbeschreibung zu überprüfen.


    Gruß
    Bernd

    Fräse: Eigenbau

    Drehe: Wabeco mit eigenem Umbau

    Steuerung: ESS, Benezan Breakout Board, Pokeys CNC

    Software: Mach3, Aspire, ViaCad, Inventor, HSM Express, Deskproto

  • Hallo Bernd,


    ich habe identische Fräser und mit beiden das gleiche Ergebnis. Ich habe mich natürlich auf die Angaben des Herstellers verlassen und 60° eingetragen. Ich werde aber mit unterschiedlichen Winkeln den Fräser definieren und dann Testen.
    Danke für den Tipp Bernd.
    Gruß Klaus

  • Hallo!


    Warum Fräst der Fräser in Stufen? In Holz muss das doch in einem Durchgang gehen.
    Eventuell zu kleiner Wert in "Path Depth" bei der Tool-Definition?


    Sonst mache einfach mal nur einen Strich und schau Dir den G-Code an.
    Außerdem beachten: Je nach Tooltyp wird einmal der volle Winkel oder der Halbwinkel angegeben !!


    Gruß Jan

  • Hallo Jan,


    der Winkel ist richtig eingegeben und den Unterschied von 60° zu 120° oder 30° sehe ich in der Vorschau. Bei manchen Vorgängen ist es besser in 2 oder 3 Schritten Tiefe zu gehen, was vom Material abhängig ist. Die Kontur muss stimmen. Um den Fehler besser finden zu können, habe ich ein Testwerkstück gezeichnet und dann zusätzliche Fräser mit 59,5° und 60,5° definiert. Die Konturen habe ich dann mit den unterschiedlichen Winkeln fräsen lassen, wobei in 3 Stufen auf 10mm gefräst wurde. Das beste Ergebnis wurde mit 59,5° erreicht. Um auch noch zu wissen, wie das Fräsbild bei vollerTiefe aussieht, habe ich dann noch direkt auf 10mm gefräst und dabei die Geschwindigkeit auf 25mm/Sek. eingestellt. Dieses Ergebnis war denn optimal, was allein durch den Eingriff der kompletten Flankenhöhe zu erwarten war. Wobei ich ein mulmiges Gefühl, wegen der auftretenden Schnittkräfte, hatte. Das Ergebnis heute war insgesamt deutlich besser als beim Originalteil, was mich auch wundert. Das material war allerdings auch unterschiedlich. Testwerkstück heute Buchenleimholz, das Original war ein Buchenbrett. Dies hat sich dann als unbegründet erwiesen. Auch gab es keine Brennspuren an der Fräsfläche, was ich auch schon einmal erlebt habe. Da die gravierte Holzplatte für einen Freund gefräst wurde, war ich da lieber vorsichtig, denn ich hatte nur einen Versuch. Jedenfalls habe ich bei dieser Aktion viel gelernt und nochmals Danke an alle Tippgeber.


    Gruß Klaus

  • Hallo!


    Danke für die Rückmeldung!
    Falls Du bei voller Zustellung ein mulmiges Gefühl hast: Mach es halt in zwei Durchgängen:


    1. Durchlauf: In 3 Stufen, wie gehabt, aber Tiefe 1/10 mm Rest stehen lassen.
    2. Durchlauf: Volle Zustellung und 1/10mm tiefer. Da kannst Du dann Vollgas geben, wird ja kaum Material abgetragen. Dürfte dann zeitlich nicht so viel ausmachen.


    Jan