800€ Vakuum? Ich mach´s Billiger!

  • So, vor einiger Zeit (Mitte 2005) habe ich mir mal einen Vakuumtisch gebaut, und habe dazu eine Art Ideen-Anleitung schon in anderen Portalen veröffentlicht. Alich ich mich Hier vorgestellt habe, bin ich gebeten worden, das Teil auch in diesem Portal zu Posten.


    Nun Dann:


    So habe ich den Beitrag damals Verfasst


    Gruß
    Burkhard

  • Nun mal den aktuellen Stand der Dinge:


    Da das Herstellen dieser Lochplatten seine Zeit dauert, habe ich mal rumexperimentiert. momentan arbeite ich mit mehreren Platten, die für meine Fäsanwendungen angepasst sind. Depron zerteile ich in Platten von 60 mal 40 cm und demendsprechend habe ich nun auf einer Platte 2 Felder mit aufgeklebten Anschalgleisten, wo diese Fläche mit Löchern versehen ist.
    Das gleiche habe ich auch für Balsabretter, dort habe ich nun 3 Felder von 100 mal 10 cm. Die Lochanzahl selber habe ich auf Abstände von 10 mm reduziert, aber einen geringfügig größeren Fräser gewählt.

  • Irgendwas mit Rohrsysthemen meine ich auch mal gesehnen zu haben...


    Naja, das ist nun schon fast 2 Jahre her, und wenn ich ein Teil habe, was funktioniert, dann interessieren mich nuerungen erst wieder, wenn mein Teil zicken macht :P


    Das mit der Gundplatte ist interessant, aber wollte ich damals nicht, um nicht die Bearbeitungsfläche zu minimieren. Ich habe das Teil über die Komplette Fläche der Fräsebene gebaut, und die befestigunsschrauben nach innen gesetzt (Bild 2)


    Die Opferplatte auf MDF hat sicherlich Vorteile, aber auch einen Nachteil.
    Durch die Dicke ist das Teil damit sicherlich stabiler, irgend ein anderer User hatte auch da Vorschalg gemacht, von oben dann 5mm Löcher rin zu bohren, diese aber nach unten hin nur 1mm groß zu gestalten, so das der Anpressdruck der großen Löcher gegeben ist, aber der Luftdurchlass beim Anbohren nur 1mm groß ist. Der Nachteil für mich persönlich war die Dicke, da der Vakuumtisch ja fast 30mm dick ist, habe ich in Z glaube ich nur noch 20mm. Wenn ich nun eine dickere MDF Platte drauf habe, dann sinkt mein Z noch mehr. (Wobei mir auffällt, dass ich in der ganzen Zeit mehr wie 10mm in Z bislang nicht gebraucht habe)

  • Das Angebot sieht aus als wenns vom Adam Wrosch kommt? (cnc-plus) =)


    Wenns interessiert... meine Erlebnisse in Sachen Vakuumtisch:
    Ich hatte mir auch mal den VT-60100 WR für 300€ gekauft. Da ich auch durchfräsen wollte hab ich mir diese Durchfräsmatten bestellt. Entweder habe ich das System nicht verstanden oder es taugt nix. Wenn man nicht durchfräsen muss und die nicht benutzten Bereiche mit Folie abdeckt klappts ja ganz gut, aber diese Durchfräsmatte lässt ultraviel Luft auch an den Seiten durch. Deshalb müsste man die Seiten mit Klebeband abkleben. Das war irdendwie nicht so toll. Außerdem hab ich in meinem jugendlichen Leichtsinn einen Tisch gekauft der schön groß ist, allerdings größer als der Verfahrbereich meiner Fräse. Planfräsen viel also flach. (war aber nicht unbedingt nötig)
    Dann hab ich mir beim Stritzelberger einen Vakuumtisch gekauft. Der Vorteil dabei ist das die Durchfräsmatte selbst nicht luftdurchlässig ist, in der Durchfräsmatte sind genau an den Stellen wo Löcher im Vakuumtisch sind auch Löcher drin. Geht wunderbar. Den anderen Vakuumtisch hab ich wieder verkauft.


    Gruß,
    Roelli.

  • Öh. Bin kein Fachmann für Gummis - aber es sieht weder so aus noch fühlt es sich so an wie das Moosgummi was ich kenne. Ist mehr so Latexähnlich. Auf jedenfall luftdicht. Dafür aber dünner als die Durchfräsmatten vom cnc-plus. Am Anfang hatte ich etwas Angst... ich dachte... je dicker die Durchfräsmatte desto sicherer, aber ich hatte noch nie Probleme. Und die Durchfräsmatte ist auch immernoch die erste. Warum fragste?

  • Moin


    MDF-Saugtisch mit Rohrsystem:
    [IMG:http://www.shopbottools.com/im…x/October%202006%2003.JPG]


    [IMG:http://www.shopbottools.com/im…x/October%202006%2008.JPG]


    [IMG:http://www.shopbottools.com/im…x/October%202006%2009.JPG]


    ZUsammenfassung: http://www.shopbottools.com/notes_from_the_sandbox.htm



    PS, als Durchfräsmatten eignen sich notfalls auch Antirutschmatten, wie bei allem Durchfräsmattten ziehen aber auch diese sich vor dem fräsen stark zusammen als nach dem fräsen das das Material ja am Ende Luft zieht.


    Gruß Holger

  • Achso, vergessen


    Diese löchrigen-Opferplatten gibt es beim Obi fertig gelocht als beschichtete Hartfaserplatte für ein paar wenige €/qm in der Zuschníttabteilung, selber bohren lohnt da m.E. nicht.


    Die "teuren" Durchfäsmatten die es für teures Geld bei den CNC-ZUbehör-Höcker zu kaufen gibt, heisen im Baustoffhandel "Bautenschutzmatte" (einfach mal nach googeln, gibts in schwarz und auch aus bunten Gummie recycelt,,,), und sind dort spottbillig.

  • Hallo,
    zum Thema Durchfräsmatte.


    Seht euch mal das Produckt Vilmill an.


    www.vilmill.com


    Ich arbeite seit zwei Jahren damit. Keine Probleme mit Druckverlust.
    Zusätzliche Klebwirkung der Bauteile beim Fräsprozess durch Wärmeeinwirkung.


    Selbst recht kleine Teile lassen sich damit ohne Stege halten.
    Beispiel die Teile von der Fliege oder dem Dinosaurier aus Sperrholz.
    Bei ganz kleinen Teilen kommt man nicht um Stege herum. Aber das ist ja wohl verständlich.


    Das Fließ ist ca 0,3mm dick. Durchfräsen stelle ich mit BOCNC auf 0,1mm ein. Werkstücknullpunkt liegt bei mir, mit Außnahme von 3D Daten immer auf der Oberkannte vom Vacuumtisch + 0,3mm für das Fließ Vilmill.


    Dadurch brauche ich auch nur sehr selten den Nullpunkt meiner Werkstücke anfahren. Meine Fräser sind alle beringt, und haben die gleiche Länge.


    Das Vließ kann ich dadurch sogar mehrfach verwenden.


    Ich kann es nur schätzen, aber mehr als 1000 Teile aus Sperrholz, Alu, GFK oder CFK habe ich damit schon gefräst.


    Also reichlich Erfahrg damit gesammelt.


    PS: In den zwei Jahren haben meine Fräser die Vacuumspannplatte noch nicht mal angekratzt.
    Die Vacuumspannplatte hatte ich zuerst selber gebaut. Später mir aber noch eine von CNC-Plus gekauft.
    Die dabeigelgene Durchfräsmatte habe ich nach 5 Minuten testen entsorgt.


    Zu dem Thema Vacuumspannen gibt es viele unterschiedliche Meinungen. Das oben geschriebene sind nun mal meine Erfahrungen.


    Gruß
    Hans

  • Hallo Hans


    Ich nutze Opferplatten aus dem Grund da diese billiger sind als Fräser, wir erstellen Serienteile z.B. aus GFK, die Maschine arbeitet an einer Platte ca. 2Stunden mit 1200mm/min, nach jeder Platte stelle den Z-Nullpunkt um 0,1mm herunter mit dem Ergebniss das das Fräsbild auch nach ein paar Platten noch schön scharfkantig bleibt, und der Fräser ca. die 2,5fache Standzeit hat (15-20Platten mit einem gutem Fräser, keine 3Platten ohne weitere Zustellung mit einem billigem Fräser), zum Schluss fräse ich dann bis zu 1,5-2mm durch.


    Aber es hängt ja immer vom Anwendungsfall ab, 0,3mm Matte kann ja kaum noch nachgeben :-)

  • Hallo Holger,
    das ist natürlich noch ein neuer Aspekt.
    So könnt Ihr die Schneidenlänge besser nutzen. Gut Idee.


    Aber meine Matte mit 0,3mm soll ja nicht nachgeben. :-)
    Ich nutze das ja auch nur privat. Daher nicht das Problem mit der wirtschaftlichen Nutzung.


    Der Anteil an CFK und GFK ist auch recht gering. Und bei Sperrholz halten die Fräser ausreichend lange.


    Da nutze ich aber auch nicht immer die komplette Schneidenlänge von 8,5mm bei meinen hauptsächlich verwendeten Fräsern ø1,5mm.


    Aber tolle Idee mit dem tieferstellen. Aber dann geht es nur mit der Opferplatte.


    Gruß
    Hans

  • HGM :
    Irgendwie funktioniert die Vilmil Seite in meinen Browsern nicht!? (IE/Firefox)
    Sag mal... wie bekommst Du eigentlich den Ring um die Fräser bzw. die Ringe auf die gleiche Position? Ich habe da mal son ein Wekzeug gesehen wo an Fräser und Ring einlegt und dann wird der Fräser quasi in den Ring "eingeschraubt". Machst Du das auch so oder hast Du einen anderen Trick?


    Grruß,
    Roelli.

  • Hallo Roelli,
    das mit den Ringen ist recht einfach.


    Ich kaufe die so fertig :-)


    Aber ich habe die Frage nach beringten Fräsern auch schon an Hartmetalltools gestellt.


    Die Antwort war positiv. Muss zur Zeit aber noch angefragt werden.
    Wie genau die Ringe dann bei Hartmetalltools sind, kann ich noch nicht beurteilen.
    Diese Ringe sind auch an den Werkzeugen für die Leiterplattenindusrtie.


    Hans

  • Ui. Das sieht gut aus! Existiert das Teil nur in Corel oder gibts das schon zu kaufen? =)


    Ich kenne diese Dinger hier... da funktionierts genau andersherum. Irgendwie hab ich aber nicht verstanden ob man damit auch immer die gleiche Position hinbekommt... Muss aber ja auch nicht - ich wollte sowieso immer alle Werkzeuge vor dem Fräsvorgang messen. Ich traue der Sache noch nicht so ganz... das soll wirklich so genau sein das man auf 0,05mm genau fräsen kann?


    Das hiergibts für 70€ zu kaufen:
    [IMG:http://www.nrgrecording.de/temporary/Anschlagringding.jpg]

  • Halloi,


    Zitat

    Existiert das Teil nur in Corel oder gibts das schon zu kaufen?


    Ne, noch nicht angefangen zu bauen.

    Zitat

    Und so sieht der Entwurf aus


    Wird noch nen weilchen dauern bis ich das gefertigt habe, sobald es dann fertig ist, dann gibt es Bilder.
    Und mal sehen wie es mit der Genauigkeit sein wird. Lass mich da selber Überraschen.
    Muß noch jemanden finden der mir in die Gewindestange das Loch bohrt, habe leider keine Drehe.
    Ab nächste woche haben die Firmen ja wieder geöffnet :D.


    Hi Roelli wer vertreibt denn das Teil.



    Gruß
    Harald

  • Ich hab mir deinen Vakuumtisch mal als Vorbild genommen:


    Innenaufbau:


    Als ganzes betrachtet:


    Beim Bohren der 0,5mm Löcher


    Staubsaugeranschluß


    101 x 42 = 2424 Bohrungen, in 2 Stufen (Ø2mm 2mm tief, 0,5mm durch) = 4848, im 10mm Raster.
    Bohrzeit für eine Bohrungsart (2424 Löcher) 165min.

  • Ich habe für den Kasten Pappelsperrholz benutzt, die Lochrasterplatte habe ich aus Buchensperrholz gemacht.
    Besonderheiten?
    Kann Dir keine nennen.
    Der Aufbau ist im Grunde wie von Burkhard beschrieben, nur an meine Abmessungen angepasst.
    Gefräst habe ich noch nicht damit, da ich gerade die Steuerung umbaue auf HP-Step.
    Leider fehlt mit noch die vierte HP-Step, also wird für Z noch etwas die GWR Karte mitlaufen müssen.


    Ach ja, kleine Besonderheit hat sie doch:
    Die 2-stufigen Saugbohrungen.
    Ø4mm, 2mm tief für große Saugfläche, danach mit 0,5mm zum Kasten durchbohrt und bei offenen Löchern nicht zuviel Unterdruck zu verlieren.
    Nachteil: statt 2424 Bohrungen sind es 4848 Bohrvorgänge, 2424 dauerten 165min...